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Die Linke.SDS übergibt Gutschein für zwei Wochen Jugendherberge an Studentenwerk Mannheim

Am 4. November 2011 hat die Hochschulgruppe Die Linke.SDS dem Studentenwerk Mannheim einen Gutschein für zwei Wochen Jugendherberge überreicht. Die Übergabe des Gutscheins stellte den Höhepunkt einer fünftägigen Aktionswoche für mehr studentischen Wohnraum dar.

 

 

Hintergrund der Protestaktion war die mangelnde Bereitschaft des Studentenwerks in Mannheim ausreichend Wohnheimplätze für Studierende zur Verfügung zu stellen, so die Hochschulgruppe. Empfangen wurden die linken Studierenden von Studentenwerk-Leiter Jens Schröder und Pressesprecher Peer Nußhart. Das Studentenwerk Mannheim stellte hierbei klar, dass man neue Wohnheime nicht in den Stadtteilen, sondern ausschließlich in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt haben möchte. Auf die Kritik, dass man mit dieser Losung beim Ausbau von Wohnheimplätzen den dreistelligen Bereich kaum überschreiten werde, antwortete das Studentenwerk, dass mehr als 500 neue Wohnheimplätze ohnehin nicht angedacht seien. Auf den Einwand, dass man versuchen sollte, den Bedarf an Wohnheimplätzen möglichst zu 100% zu decken – in Mannheim wären hierfür rund 5.000 neue Wohnheimplätze erforderlich –, wurde mit der Angst vor Leerständen argumentiert.

 

Nachdem zumindest das Argument, die US-Liegenschaften seien zu weit entfernt, entkräftet werden konnte, wurden zu hohen Sanierungskosten als Ausschlussgrund genannt. Auch die Erfahrungen vom Studentenwerk Heidelberg, wonach die Sanierungskosten deutlich geringer waren als vom dortigen Studentenwerk vermutet, konnten das Studentenwerk Mannheim nicht umstimmen. Letztendlich wurde als weiteres Totschlagargument aufgeführt, dass sich die Studierenden laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks mehr Wohnraum pro Person wünschen – dass auf dem freien Wohnungsmarkt Wohngemeinschaften von zwei bis drei Personen keine Seltenheit sind und jedes Jahr erneut Studierende in der Jugendherberge unterkommen müssen, fand seitens der Studentenwerk-Funktionäre kaum Beachtung.